Therapie

Die Therapie der PCOS-Patientinnen gestaltet sich oft schwierig. Abhängig von den Hauptbeschwerden strebt die Patientin entweder eine Besserung der Androgenisierungserscheinungen oder eine ausgetragene Schwangerschaft an. Des Weiteren sollten bei der Therapieentscheidung die möglichen Spätfolgen in Hinblick auf kardiovaskuläre Erkrankungen und das metabolische Syndrom beachtet werden. Nicht zu vergessen sind auch die Zyklusstörungen, die oft mit einer Hypermenorrhoe und Menorrhagie einhergehen und so zur Eisenmangelanämie oder Endometriumhyperplasie führen können. Oft besteht auch ein Schlafapnoe Syndrom, welches am Tag zur starken Müdigkeit führt. Eine weitere mit PCOS assoziierte Erkrankung ist die Autoimmunthyreoiditis, die zur Hypothyreose und dadurch auch zur Müdigkeit sowie Gewichtszunahme führen kann. Depressive Verstimmungen sind bei PCOS-Patientinnen oft zu beobachten sollten deshalb von Arzt direkt angesprochen werden. Wegen der Vielfältigkeit der Symptome und wegen der Heterogenität ihrer Ausprägung muss die Therapie individuell, für jede einzelne Patientin, geplant werden und multidisziplinär erfolgen.